Ohne auch nur ein bisschen zu zögern, sage ich ihnen: Sie wollen die Kirche erneuern? Dann müssen wir in die Knie gehen!
Sie wollen diese wunderbare Kathedrale, die die Kirche ist, wiedererrichten? Gehen Sie auf die Knie! In erster Linie ist eine Kathedrale ein Ort, an dem Menschen knien. Eine Kathedrale ist der Ort, wo Gott im Heiligsten Sakrament gegenwärtig ist. Die wichtigste Aufgabe ist es, den Sinn für die Anbetung wiederzuentdecken! Der Verlust des Sinns für die Anbetung Gottes ist der Ursprung von all den Bränden und Krisen, die diese Welt und die Kirche dahintaumeln lässt.
Wir brauchen Anbeter! Die Welt stirbt dahin, weil es an Anbetern mangelt! Die Kirche ist ausgedörrt, weil es an Anbetern mangelt, die ihren Durst stillen! Uns fehlen die Menschen, die auf ihre Knie fallen so wie Jesus, wenn Er sich an Seinen und unseren Vater wendet: „Dann entfernte Er sich von ihnen ungefähr einen Steinwurf weit, kniete nieder und betete: Vater, wenn Du willst, nimm diesen Kelch von mir! Aber nicht mein, sondern Dein Wille soll geschehen.“ (Lk 22,41)

Kardinal Robert Sarah im Mai 2019 in einer Predigt in der Kirche Heiliger Franz Xaver in Paris

 


Ich bin überzeugt, dass in dem Maße, in dem wir dem Willen Gottes treu sind, die Zeiten der kirchlichen Reinigung, in denen wir leben, uns freudiger und einfacher machen werden, und in einer nicht allzu fernen Zukunft werden sie überaus fruchtbar sein. »Lassen wir uns nicht entmutigen! Der Herr reinigt seine Braut, und er sorgt dafür, dass wir alle uns zu ihm bekehren.

...

Brüder, noch einmal möchte ich sagen: Ich »höre […] nicht auf, für Euch zu danken« (Eph 1,16), für Eure Hingabe und Eure Sendung. 

...

Lassen wir es zu, dass die Dankbarkeit den Lobpreis erweckt und uns einmal mehr zu der Sendung ermutigt, unsere Brüder und Schwestern in der Hoffnung zu salben; dass wir Männer sind, die mit ihrem Leben das Mitgefühl und die Barmherzigkeit bezeugen, die nur Jesus uns geben kann.

Der Herr Jesus segne Euch und die heilige Jungfrau Maria behüte Euch. Und ich möchte Euch bitten, nicht zu vergessen, für mich zu beten.

Brüderlich

Franziskus

 

Papst Franziskus' Brief an alle Priester,  am 4. August 2019, am Gedenktag des Heiligen Pfarrers von Ars


Ich blicke sehr hoffnungsvoll in die Zukunft der Kirche. Sie wird allerdings eine andere Gestalt haben. Ich weiß ja in Berlin selbst, dass es nicht selbstverständlich ist, den Glauben zu leben und vor allem den Glauben weiterzugeben. Dahinter steckt das Abbrechen der vielen Traditionen. Die Wallfahrt zur Heiligen Anna steht für Tradition und für die Weitergabe des Glaubens. Nur 37 Prozent der Eltern, die katholisch sind, geben den Glauben weiter und zwar weil der andere oftmals gar nicht getauft ist. Das sind beispielsweise die Konfliktthemen.

Ich bin auch für Reformen der Kirche, aber ich glaube nicht, dass durch noch so viele Reformen die Menschen in Massen wiederkommen. Das sieht man auch in der evangelischen Kirche. Die Gottverbundenheit, die gesellschaftliche Verbundenheit mit der Kirche, die Tradition und auch die Familienverbundenheit als solches sind auf vielerlei Ebenen abgebrochen. Wir werden auf ganz neue Weise Kirche sein müssen und wir brauchen neue gemeinschaftliche Bindungen. Das ist die große Herausforderung und die Chance, die auch Freude macht, die Kirche neu zu gestalten.

Erzbischof Dr. Heiner Koch im Domradio 21. Juli 2019

Ihr braucht Stärke. Und Ihr müsst beten um Stärke - eine der Gaben des Heiligen Geistes. Steh auf und sei ein Christ. Steh auf und sei ein echter Katholik. Nicht ein geteilter, nicht einer, der die halbe Wahrheit lebt oder Lügen verkündet. Folge der Kirche. Folge der Bibel.

 

Schaut auf all die schrecklichen Dinge, die in der Kirche geschehen unter dem Vorwand, dies sei etwas "Neues" - dieses Neue und jenes Neue, "neue" Theologie. Es gibt keine "neue" Wahrheit. Es gibt viele neue Halbwahrheiten.

 

Lest ruhig einmal die Kirchengeschichte. Alle 400 Jahre kam ein neuer "-ismus" auf ; entstand eine neue Häresie. Heutzutage kommen alle Häresien zusammen und Ihr erkennt sie nicht, weil Ihr nie Kirchengeschichte studiert habt - Ihr denkt, das sei etwas "Neues".

 

Auszug aus einer Sendung von Mutter Angelica auf EWTN - Erste Ausstrahlung am 21. März 1995

 


Es ist tatsächlich so, dass die Situation des Glaubens... in Europa ... wirklich schlecht ist. Und da gibt's nur eins, wie immer, die Reform muss im eigenen Herzen beginnen. Wenn sie dort beginnt, dann wird sie auch fassen, dann wird sie auch überzeugen und es wird dann auch der Funke springen - nicht zum Verbrennen, sondern dass tatsächlich dann auch wieder neues geistiges Leben, nicht nur im eigenen Herzen, sondern in den Herzen vieler Menschen wachsen wird.

Erzbischof Georg Gänswein in einem Interview mit Studio 1133 in Heiligenkreuz

Synodale Wege – oder wie immer die Bezeichnung sein mag – können in wichtigen Fragen der Glaubenslehre oder in Fragen, die die Gesamtkirche betreffen können nie von einem Bischof oder von einer Bischofskonferenz begangen werden. Und wer meint, dass die Deutsche Bischofskonferenz hier einen Sonderweg gehen müsse, um für andere Bischofskonferenzen ein Paradebeispiel zu geben, der ist meines Erachtens auf dem Holzweg, der irrt.

Erzbischof Georg Gänswein in einem Interview mit Studio 1133 in Heiligenkreuz


Was die Kirche tun sollte, damit die Gläubigen Priester haben, hat der Herr selber gesagt: “Bittet den Herrn der Ernte, dass Er Arbeiter in Seine Ernte sende” (Mt. 9, 38). Es gibt kein besseres und wirkungsvolleres Mittel als dies. Wenn es eines gäbe, hätte es uns der Herr gesagt.

Bischof Athanasius Schneider über das Arbeitspapier zur Amazonas-Synode

Es ist offenkundig, dass der Inhalt weiter Teile des Instrumentum laboris, die Forderungen Bischof Erwin Kräutlers und seiner klerikalen Gesinnungsgenossen eigentlich eine neue christliche Konfession wollen, die dann vielleicht „Amazonisch-katholische Kirche“ heißen wird, die aber letztlich eine Sekte wird im Vergleich zu der wahren einen, heiligen, katholischen und apostolischen Kirche. Diese ging und geht sicher durch alle Zeiten, immer dieselbe bleibend in der unbedingten Treue zur Reinheit des Glaubens und des großen unabänderlichen Erbgutes der Apostel in der Liturgie und der Disziplin der Kirche. Die Katholiken unserer Zeit werden solch einer „Amazonisch-katholischen“ Sekte, die Naturanbetung pflegen und Frauenpriestertum haben wird, die Worte zurufen, die der hl. Augustinus einst den donatistischen Sektanten sagte: „Die Kirche die auf der ganzen Welt ist in ihren Urteilen der Wahrheit sicher!“

Bischof Athanasius Schneider über das Arbeitspapier zur Amazonas-Synode


 Erschreckt und sündigt nicht! Bedenkt es auf eurem Lager und werdet still! [Sela]
Bringt Opfer der Gerechtigkeit dar und vertraut auf den HERRN!
Viele sagen: Wer lässt uns Gutes schauen? HERR, lass dein Angesicht über uns leuchten!
Du legst mir größere Freude ins Herz, als andere haben bei Korn und Wein in Fülle.
In Frieden leg ich mich nieder und schlafe; denn du allein, HERR, lässt mich sorglos wohnen.
Aus Psalm 4

Sooft eine kirchliche Gemeinschaft versucht hat, alleine aus ihren Problemen herauszukommen, und lediglich auf die eigenen Kräfte, die eigenen Methoden und die eigene Intelligenz vertraute, endete das darin, die Übel, die man überwinden wollte, noch zu vermehren und aufrechtzuerhalten. (...)

Pastorale Bekehrung ruft uns in Erinnerung, dass die Evangelisierung unser Leitkriterium schlechthin sein muss, unter dem wir alle Schritte erkennen können, die wir als kirchliche Gemeinschaft gerufen sind in Gang zu setzen. Evangelisieren bildet die eigentliche und wesentliche Sendung der Kirche.

Die so gelebte Evangelisierung ist keine Taktik kirchlicher Neupositionierung in der Welt von heute, oder kein Akt der Eroberung, der Dominanz oder territorialen Erweiterung; sie ist keine "Retusche", die die Kirche an den Zeitgeist anpasst, sie aber ihre Originalität und ihre prophetische Sendung verlieren lässt. Auch bedeutet Evangelisierung nicht den Versuch, Gewohnheiten und Praktiken zurückzugewinnen, die in anderen kulturellen Zusammenhängen einen Sinn ergaben. Nein, die Evangelisierung ist ein Weg der Jüngerschaft in Antwort auf die Liebe zu dem, der uns zuerst geliebt hat (...)

Die Evangelisierung führt uns dazu, die Freude am Evangelium wiederzugewinnen, die Freude, Christen zu sein. (...)

Deshalb muss unser Hauptaugenmerk sein, wie wir diese Freude mitteilen: indem wir uns öffnen und hinausgehen, um unseren Brüdern und Schwestern zu begegnen, besonders jenen, die an den Schwellen unserer Kirchentüren, auf den Straßen, in den Gefängnissen, in den Krankenhäusern, auf den Plätzen und in den Städten zu finden sind. (...)

So müssten wir uns also fragen, was der Geist heute der Kirche sagt, um die Zeichen der Zeit zu erkennen, was nicht gleichbedeutend ist mit einem bloßen Anpassen an den Zeitgeist. Alle Bemühungen des Hörens, des Beratens und der Unterscheidung zielen darauf ab, dass die Kirche im Verkünden der Freude des Evangeliums, der Grundlage, auf der alle Fragen Licht und Antwort finden können, täglich treuer, verfügbarer, gewandter und transparenter wird. (...)

Die Weltkirche lebt in und aus den Teilkirchen, so wie die Teilkirchen in und aus der Weltkirche leben und erblühen; falls sie von der Weltkirche getrennt wären, würden sie sich schwächen, verderben und sterben. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, die Gemeinschaft mit dem ganzen Leib der Kirche immer lebendig und wirksam zu erhalten. (...)

Papst Franziskus' Brief an die deutsche Kirche im Juni 2019

Die Worte aber aus Mt 16,18 sind uns zugesagt und bleiben gültig bis ans Ende der Welt: „Du bist Petrus und diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen und die Pforten der Unterwelt werden sie nicht überwältigen.“ Das kann uns heute Trost, Zuversicht und Hoffnung schenken. Das letzte Wort in allem und über alle wird dem Herrn zukommen. Wir gehen alle auf diesen Tag zu, auch wenn einige Kleriker, Theologen und Weltchristen nicht mehr damit zu rechnen scheinen. Das aber spielt aufs Ganze gesehen keine Rolle. Wir dürfen am Apostelfest in gläubiger Treue zur Kirche aller Zeiten und Orte das „Credo“ sprechen und dabei so gelassen wie dankbar denken: „Non praevalebunt.“

Dr. Thorsten Paprotny


Die Situation ist dramatisch.

Papst Franziskus schreibt den Katholiken in Deutschland einen Brief. Er, der soviel Wert auf die eigene Kraft der Ortskirche legt und die Subsidiarität und Synodalität betont, sieht sich als Hirte und Vater gezwungen, das Wort zu ergreifen.
Herausgekommen ist ein mahnendes und gleichzeitig ermutigendes Wort, ein Appell mit großem Ernst.
Hintergrund sind die Entwicklungen in der katholischen Kirche in Deutschland in den letzten Jahren und vor allem Monaten, verschiedene Protestaktionen und -schreiben, die aktuellen Planungen für den sogenannten „Synodalen Weg“ (Brief, Abschnitt 3) und die damit einhergehenden Forderungen und Erwartungen. Ihre Richtungen und ihre Heftigkeit dürften den Heiligen Vater zu diesem Wort gedrängt haben.

Ein Kommentar von Michael Fuchs, Generalvikar d. Bistums Regensburg, zum Papst-Brief


"Wir brauchen einen neuen Aufbruch in unserem geistlichen und in unserem religiösen Leben. Wir brauchen einen neuen Aufbruch im Gebet, wir brauchen einen neuen Aufbruch in der Kirche und in ihrem Sendungsauftrag und wir brauchen einen Aufbruch hin zu Gott".

Erzbischof Dr. Heiner Koch an Fronleichnam 2019


"Es gibt tatsächlich auch bei uns Wachstumsorte von Kirche, in einzelnen Gemeinden, Verbänden oder kleinen Gruppen vor Ort, wo sich Menschen sehr konkret zusammentun und ihren Glauben miteinander vertiefen oder auch neu entdecken wollen – durch gemeinsames Gebet, Gespräch, Hören auf Gottes Wort. Miteinander wächst das Gespür dafür, dass die eigene Glaubensstärke längst kein Selbstläufer mehr ist – und sie machen sich als Suchende und Fragende auf, neu zu entdecken, wie eigentlich heute Evangelisierung geht, für sich selbst, für andere und mit anderen zusammen. Und ebenso geschieht es in manchen neueren Phänomenen, Bewegungen, Kirchorten – wie verschieden sie auch sein mögen" 

Bischof Stefan Oster

„Neben Maria, der Mutter Jesu, der in der Kirche von den Uranfängen her höchste Verehrung zuteilwurde, gab es im Umfeld Jesu etliche Frauen, die ihm folgten, die ihn unterstützten und die vor allem am Karfreitag viel mutiger und treuer zu ihm standen als die Männer. Jesus hat sich über viele gesellschaftliche Schranken hinweggesetzt und einen ganz unbefangenen Umgang mit Frauen gepflegt. Wir wissen, wie ihm das nicht nur einmal zum Vorwurf gemacht wurde. Umso mehr muss es aber doch zu denken geben, dass er – das bezeugen alle Evangelien, und ich verstehe nicht, wie man das bezweifeln kann – dass er ausschließlich Männer als Apostel berufen hat. Sie sollten ihn in besonderer Weise vergegenwärtigen: Wer euch hört, hört mich. Wer euch aufnimmt nimmt mich auf und den, der mich gesandt hat.“. 

Bischof Voderholzer in seiner Predigt zur Wolfgangswoche am 23. Juni 2019


"Wir dürfen uns nicht an die Eucharistie gewöhnen und nicht einfach so aus Gewohnheit hingehen, nein! Jedes Mal, wenn wir sie empfangen, sollen wir wirklich unser Amen zum Leib Christi erneuern! (...) Es ist Jesus - Jesus, der mich gerettet hat, der kommt, um mir Kraft zum Leben zu geben! Es ist Jesus, der lebendige Jesus! Sich nicht gewöhnen… Jedes Mal sollte wie die erste heilige Kommunion sein!" 

Papst Franziskus an Fronleichnam 2019

"Hütet euch vor den falschen Propheten; sie kommen zu euch wie Schafe, in Wirklichkeit aber sind sie reißende Wölfe.
An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Erntet man etwa von Dornen Trauben oder von Disteln Feigen?
Jeder gute Baum bringt gute Früchte hervor, ein schlechter Baum aber schlechte.
Ein guter Baum kann keine schlechten Früchte hervorbringen und ein schlechter Baum keine guten.
Jeder Baum, der keine guten Früchte hervorbringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen.
An ihren Früchten also werdet ihr sie erkennen."

Mt 7, 15-20

Evangelium am 26. Juni 2019


"Es ist die ureigene Aufgabe der Hirten, die ihnen Anvertrauten auf den Weg des Heils zu führen. Dies kann nur gelingen, wenn dieser Weg bekannt ist und sie ihn selber vorangehen. Dabei gilt das Wort des Apostels: "Denn vor allem habe ich euch überliefert, was auch ich empfangen habe" (1 Kor 15,3). Heute sind vielen Christen selbst die grundlegenden Lehren des Glaubens nicht mehr bekannt, so dass die Gefahr wächst, den Weg zum Ewigen Leben zu verfehlen. Es bleibt aber die ureigene Aufgabe der Kirche, die Menschen zu Jesus Christus, dem Licht der Völker, zu führen (vgl. LG 1). In dieser Lage stellt sich die Frage nach Orientierung. Nach Johannes Paul II. stellt der Katechismus der Katholischen Kirche eine "sichere Norm für die Lehre des Glaubens" (Fidei Depositum IV) dar. Er wurde mit dem Ziel verfasst, die Brüder und Schwestern im Glauben zu stärken, deren Glaube durch die "Diktatur des Relativismus" massiv in Frage gestellt wird.

Kardinal Müller im Glaubensmanifest 2019

"Jetzt ist nicht der Zeitpunkt, die Kirche zu verlassen; dies ist der Zeitpunkt, für die Kirche zu kämpfen"

Weihbischof Robert Barron zur Missbrauchskrise in einer Ansprache und einem Artikel im Jahr 2018



Im Lichte des Glaubens

bin ich stark,

standhaft und beharrlich.

 

Im Lichte des Glaubens

hoffe ich.

 

Das lässt mich

nicht schwach werden

auf meinem Lebensweg.

 

Katharina von Siena